Weltreise 2008 + Südamerika 2019

Erste Etappe : New York

Fünf Tage New York mit sicherlich 60 – 80 Asphaltkilometern liegen hinter uns. Wir sitzen jetzt auf St. Lucia, den derzeit etwas stürmischen Atlantik vor Augen und erholen uns vom Großstadtstress.

 

Blick von Der Aussichtsplattform "The Rock" im Rockefeller-Center nach Norden ├╝ber den Central-Park

Das New Yorker Wetter bot im März fast alles, was das Herz begehrt, oder auch nicht. Die ersten beiden Tage waren klar, sonnig, windig und daher sehr kalt. Dann wurde es schwül mit gefühlten 18 Grad Celsius, so dass man mit offenen Jacken herum rennen konnte, dann kam der Sturm mit Regen, erneut Kälte diesmal feucht und am letzten Morgen sonnig und frühlingshaft. Problematisch sind diese Klimaumschwünge auch deshalb, weil das Heizungssystem in vielen Häusern – so auch in unserem Hotel - marode ist, entweder es ist brüllend heiß, so dass man bei minus fünf Grad stundenlang lüften muss, oder die Heizung ist kalt.

Insgesamt machte die Stadt diesmal trotz der prachtvollen Avenues in Downtown, dem mondänen Soho und der schicke Upper East Side einen besonders abgewirtschafteten Eindruck, was vielleicht an der Jahreszeit und dem fehlenden Grün lag. Gleichwohl, auch die etwas düsteren Gegenden mit Patina (Teile von TreBeCa, Meatpacking District, Dumbo in Brooklyn) haben Charme und verstecken überraschende Läden, Bars, Restaurants, aufwendige Lofts und so weiter. Eigentlich stand diesmal auch Harlem auf unserem Programm, wegen Zeitmangels und meiner fehlenden Courage (es war bereits dunkel) sind wir aber wieder über die 125 Street nicht hinweg gekommen. Die (natürlich ganz subjektiven) Highlights unseres New York Trips :

Werktagsmorgens um 7 Uhr bei sonnigem Wetter Joggen im Centralpark : wir sind natürlich nicht die einzigen Verrückten, sondern es gibt viele, jung, alt, vor allem weiblich (arbeiten die Männer bereits um diese Uhrzeit ?), mit und ohne Hund, aber – welche Wohltat – keine Stöckchenzieher, in ganz New York waren keine Nordicwalker zu sehen, sondern nur vereinzelte Walker, die aber richtig ernsthaft bei der Sache waren, für Schnickschnack hat man hier keine Zeit;

New York´s Wolkenkratzer von unten und oben, bei Tag und bei Nacht, im Süden und in Downtown, daneben verschnörkelte winzige Kirchen, wir können uns nicht satt sehen daran,

das Moma : das Gebäude ist schon architektonisch ein Genuss, die Kunstwerke haben Platz und Licht und unsere Eindrücke von den Exponaten schwanken zwischen nichtssagend, originell und beeindruckend, tolle Picasso-Ausstellung

die Seitenstraßen von Greenwich Village, teure Idylle in der Millionenstadt,

Essen in New York : es gibt buchstäblich alles, Supermärkte an der Ecke bieten ein Warensortiment wie das KaDeWe in Berlin, jede ethnische Gruppe ist restaurantmäßig vertreten, es gibt Deli´s über Deli´s, keiner scheint hier selbst zu kochen, uns kommt das sehr entgegen,

Shoppen in New York : zur Zeit ein Eldorado für Euro-Besitzer, leider sind wir wegen der Begrenzung unseres Fluggepäckes etwas ausgebremst, aber ein paar Joggingschuhe von Niketown mussten sein.